Hexentanzplatz, Rosstrappe und Bodetal: die Sagenwelt von Thale, ihre Geschichten und wie du sie heute selbst erlebst
Kurz & knapp: Thale im Harz (Sachsen-Anhalt) ist der Schauplatz einer der bekanntesten deutschen Sagen: Prinzessin Brunhilde flieht vor dem Riesen Bodo und springt mit ihrem Pferd über das Bodetal, vom Hexentanzplatz hinüber zur Rosstrappe. Im Granit soll man bis heute den Hufabdruck sehen. Der Hexentanzplatz (rund 454 m) gilt außerdem als Treffpunkt der Hexen in der Walpurgisnacht. Beide Felsen sind per Seilbahn und Sessellift erreichbar, und mit der App „Die Raxlifaxe“ erlebst du die Sagenwelt als interaktives Abenteuer.
Hier oben weht ein anderer Wind. Unten rauscht die Bode durch eine der wildesten Schluchten Deutschlands, oben thronen zwei Felsen, die sich seit Jahrhunderten Geschichten zuflüstern: von einer mutigen Prinzessin, einem ziemlich unsympathischen Riesen und Hexen, die einmal im Jahr zum Brocken abheben. Dieser Beitrag nimmt dich mit in die Sagenwelt von Thale: mit allen wichtigen Sagen, den schönsten Orten, kuriosen Fakten und Tipps für deinen Ausflug.
Die Sage von der Rosstrappe: Brunhilde, Riese Bodo und der gewaltige Sprung
Die Rosstrappensage erzählt von Prinzessin Brunhilde, die vor dem Riesen Bodo flieht und mit ihrem Pferd über das Bodetal springt. Das Pferd landet auf der Rosstrappe und hinterlässt einen Hufabdruck im Fels, die Krone der Prinzessin fällt in die Tiefe, und Bodo stürzt hinterher.
Die Geschichte in fünf Akten
- Der Brautwerber, den keiner will. Bodo ist ein mächtiger, wilder Riese aus dem Böhmerwald. Er will die schöne Prinzessin Brunhilde heiraten, ob sie will oder nicht.
- Die Flucht. Brunhilde schwingt sich auf ihr weißes Pferd und jagt davon, quer durch die Wälder bis in den Harz. Bodo ist ihr dicht auf den Fersen.
- Der Abgrund. Auf dem Felsen, der heute Hexentanzplatz heißt, ist plötzlich Schluss: Vor ihr klafft das Bodetal. Das Pferd scheut, doch Brunhilde treibt es an.
- Der Sprung. Mit einem gewaltigen Satz fliegt das Pferd über die Schlucht und landet auf der gegenüberliegenden Felsnase. Der Aufprall ist so heftig, dass sich ein Huf tief in den Granit drückt: die Rosstrappe. Dabei rutscht Brunhilde die goldene Krone vom Kopf und versinkt in der Bode.
- Bodos Absturz. Der Riese springt hinterher, schafft es aber nicht und stürzt in die Tiefe. Seitdem soll er als großer schwarzer Hund die Krone bewachen. Und der Fluss? Trägt bis heute seinen Namen: die Bode.
Wie viel Wahrheit steckt drin?
Den Hufabdruck gibt es wirklich, man kann ihn auf der Rosstrappe besuchen. Wahrscheinlich handelt es sich um eine uralte Kultschale aus vorchristlicher Zeit, die nach der Christianisierung umgedeutet und mit der Sage verknüpft wurde. Auch sonst ist die Gegend voller Spuren der Vorzeit: Auf der Rosstrappe erstreckt sich ein rund 500 Meter langer Wall, dessen Anfänge bis in die Jungsteinzeit zurückreichen. Am Hexentanzplatz liegt der Sachsenwall, von dem ein Opferstein heute in der Walpurgishalle ausgestellt ist.
Gut zu wissen: Wie bei jeder echten Sage gibt es viele Fassungen. In manchen heißt die Heldin nicht Brunhilde, sondern Emma, in anderen ist Bodo kein Riese, sondern ein wilder Ritter. Und in einigen Versionen wartet in der Heimat ein geliebter Ritter auf Brunhilde.
Die wichtigsten Fakten auf einen Blick
| Ort | Thale, Landkreis Harz, Sachsen-Anhalt |
| Hexentanzplatz | Felsplateau auf rund 454 m über dem Bodetal, gegenüber der Rosstrappe |
| Rosstrappe | Granitfelsen auf 403 m mit dem sagenhaften Hufabdruck |
| Bodetal | Felsschlucht zwischen Treseburg und Thale, seit 1937 Naturschutzgebiet, oft „Grand Canyon des Harzes“ genannt |
| Bekannteste Sage | Rosstrappensage: Prinzessin Brunhilde, Riese Bodo, der Sprung über das Tal |
| Walpurgishalle | Museum im altgermanischen Stil auf dem Hexentanzplatz, eröffnet 1901, Gemälde von Hermann Hendrich |
| Harzer Bergtheater | Naturbühne am Hexentanzplatz, eröffnet am 8. Juli 1903, eines der ältesten Naturtheater Deutschlands |
| Seilbahnen | Kabinenbahn zum Hexentanzplatz (720 m Strecke), Sessellift zur Rosstrappe (668 m Strecke) |
| Großes Fest | Walpurgisnacht am 30. April auf dem Hexentanzplatz |
| Sagen-Abenteuer | „So ein Kuddelmuddel in der Sagenwelt von Thale“ in der App „Die Raxlifaxe“: 6 Stationen, ca. 60 Minuten |
Der Hexentanzplatz: Wo die Hexen zur Walpurgisnacht starten
Der Hexentanzplatz ist ein Felsplateau hoch über dem Bodetal und einer der meistbesuchten Ausflugsorte im Harz. Dem Volksglauben nach versammelten sich hier in der Walpurgisnacht die Hexen, bevor sie zum Brocken flogen.
Wer heute auf dem Plateau steht, versteht sofort, warum sich hier Sagen ansammeln wie Laub im Herbst. Der Blick fällt steil hinab ins Tal, gegenüber ragt die Rosstrappe auf, bei klarer Sicht reicht er bis zum Brocken. Schon die Germanen sollen hier oben ihre Götter verehrt haben. Später machten Volksglaube und Literatur daraus einen Tanzplatz für Hexen.
Walpurgisnacht: die Nacht der Nächte
In der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai feiert Thale die Walpurgisnacht. Dem alten Volksglauben nach fliegen die Hexen dann vom Hexentanzplatz auf den Brocken, der früher Blocksberg hieß, um dort mit dem Teufel zu feiern. Heute ist daraus ein großes Fest mit Bühnenprogramm auf dem Hexentanzplatz und einem mehrtägigen Walpurgismarkt im Kurpark geworden. Wer es lieber schaurig im Herbst mag: Rund um Halloween lädt Thale zum Hexoween-Markt in den Kurpark.
Die Walpurgishalle: ein Tempel für Sagen
Die Walpurgishalle sieht aus, als hätte sie ein Germanenstamm gezimmert: ein Holzbau im altgermanischen Stil, vom Giebel schaut der einäugige Göttervater Wotan herab. Die Idee stammt vom Harzer Maler Hermann Hendrich, gebaut wurde sie nach Plänen des Berliner Architekten Bernhard Sehring. Drinnen zeigen Hendrichs großformatige Gemälde Szenen aus der Walpurgissage und Goethes „Faust“. Die Eröffnung 1901 fand übrigens passenderweise während eines heftigen Gewitters statt.
Das Harzer Bergtheater: Bühne mit Felsenkulisse
Gleich nebenan liegt eines der ältesten Naturtheater Deutschlands. Theatergründer Ernst Wachler wollte im Harz eine Freilichtbühne nach dem Vorbild griechischer Amphitheater schaffen. Eröffnet wurde sie am 8. Juli 1903, natürlich mit einem Stück namens „Walpurgis“. Im Sommer stehen hier Theater, Musicals, Konzerte und Kinderstücke auf dem Spielplan.
Was es sonst noch gibt
- Hexendorf: kleine Läden und Imbisse, darunter die Harzer Bonbonmanufaktur
- Tierpark Hexentanzplatz: heimische Wildtiere, die man im Harz sonst selten zu Gesicht bekommt
- Harzbob: eine rund 1.000 Meter lange Allwetterrodelbahn mit bis zu 40 km/h
- Kabinenbahn: die gemütliche Alternative zum ein- bis eineinhalbstündigen Aufstieg aus dem Tal
Rosstrappe und Bodetal: Granit, Gischt und große Gefühle
Die Rosstrappe ist ein 403 Meter hoher Granitfelsen gegenüber dem Hexentanzplatz, mit dem sagenhaften Hufabdruck und einem spektakulären Tiefblick. Zu ihren Füßen liegt das Bodetal, eine der eindrucksvollsten Felsschluchten Deutschlands.
Die Rosstrappe
Vom Tal schwebst du mit dem Sessellift hinauf, der seit 1980 Gäste zur Rosstrappe bringt. Oben führt ein kurzer Weg zur Felsnase mit dem Hufabdruck. Leg ruhig mal die Hand hinein: Ein Pferd mit diesem Huf möchte man nicht als Nachbarn haben. Der Blick hinüber zum Hexentanzplatz zeigt, wie weit Brunhildes Sprung gewesen sein muss.
Das Bodetal
Zwischen Treseburg und Thale hat sich die Bode tief in den Granit gegraben. Die Felswände ragen stellenweise mehr als 200 Meter auf, das Wasser tost so laut, dass man sein eigenes Wort kaum versteht. Kein Wunder, dass das Tal oft „Grand Canyon des Harzes“ genannt wird. Seit 1937 steht es unter Naturschutz.
Auch hier wimmelt es von Sagen:
- Bodekessel: ein brodelnder Strudeltopf, in dem der Sage nach Brunhildes Krone liegt
- Teufelsbrücke: die engste Stelle des Tals, ganz in der Nähe des Bodekessels
- Teufelskanzel: eine spitze Felsnadel, von der aus der Teufel dem Hexenvolk gepredigt haben soll
- Goethefelsen: hieß früher Siebenbrüderfelsen und wurde 1948 zur Erinnerung an Goethes Wanderungen im Bodetal umbenannt
Wandertipp
Der Weg von Thale nach Treseburg (rund 10 km, Teil des Harzer-Hexen-Stiegs) ist der Klassiker. Mit Kindern lohnt schon die kurze Strecke von Thale bis zum Bodekessel und zur Teufelsbrücke. Zurück nach oben geht es entspannt mit Sessellift oder Kabinenbahn. Wichtig: Wegen Steinschlag sind Abschnitte im Bodetal immer wieder gesperrt, vor dem Start also kurz die aktuellen Hinweise prüfen.
Wer ist wer in der Sagenwelt? Die Gestalten im Steckbrief
Rund um Thale tummeln sich Prinzessinnen, Riesen, Hexen, der Teufel und sogar ein germanischer Gott. Hier sind die wichtigsten Gestalten und wo du ihnen begegnest.| Gestalt | Wer ist das? | Wo du sie findest |
| Prinzessin Brunhilde | mutige Königstochter auf der Flucht, in manchen Fassungen auch Emma genannt | Rosstrappe (Hufabdruck) |
| Riese Bodo | wilder Brautwerber aus dem Böhmerwald, Namensgeber der Bode | im Bodekessel, als schwarzer Hund |
| Die Hexen | versammeln sich in der Walpurgisnacht, bevor sie zum Brocken fliegen | Hexentanzplatz |
| Der Teufel | predigte der Sage nach den Hexen von einer Felsnadel aus | Teufelskanzel und Teufelsbrücke im Bodetal |
| Wotan | einäugiger Göttervater der germanischen Mythologie | Giebel der Walpurgishalle |
Noch eine Sage zum Weitererzählen: die Teufelsmauer
Ganz in der Nähe, beim Thalenser Ortsteil Weddersleben, zieht sich eine schroffe Felswand durch die Landschaft: die Teufelsmauer. Der Volksmund erzählt, dass der Teufel hier eine Grenzmauer bauen wollte, um sein Reich abzustecken. Fertig wurde er nie. Heute ist die Mauer ein beliebtes Wanderziel und bei klarer Sicht sogar vom Hexentanzplatz aus zu sehen.Von der Steinzeit bis zur App: die Zeitleiste der Sagenwelt
Die Sagenorte von Thale sind Tausende Jahre alt, ihre touristische Karriere begann vor gut 200 Jahren.
Wusstest du schon? 10 sagenhafte Fakten über Thale
- Ein Fluss mit Riesennamen. Die Bode soll nach dem Riesen Bodo benannt sein, der bei seinem Sprung in die Tiefe stürzte.
- Der Hufabdruck ist älter als die Sage. Vermutlich handelt es sich um eine vorchristliche Kultschale, die erst später zur Hufspur erklärt wurde.
- Ein Hund als Schatzwächter. Bodo soll bis heute als schwarzer Hund die goldene Krone im Bodekessel bewachen. Taucher, bitte zu Hause bleiben.
- Gesprengter Wasserfall. Am Bodekessel stürzte einst ein Wasserfall in die Tiefe. 1784 wurde er gesprengt, damit Holz leichter flussabwärts treiben konnte.
- Goethe war hier. Der Dichter wanderte durchs Bodetal, ein Felsen trägt deshalb seit 1948 seinen Namen.
- Eröffnung mit Donnerwetter. Die Walpurgishalle wurde 1901 mitten in einem heftigen Gewitter eingeweiht. Besser hätte man es nicht inszenieren können.
- Theater wie in Griechenland. Das Harzer Bergtheater ist einem antiken Amphitheater nachempfunden und bietet Platz für fast 2.000 Gäste.
- Ein Teufel mit Kanzel. Von der Teufelskanzel im Bodetal soll der Teufel einst den Hexen gepredigt haben.
- Ein echter Publikumsmagnet. Rund 750.000 Gäste zieht es jedes Jahr zur Seilbahnen Thale Erlebniswelt zwischen Tal, Hexentanzplatz und Rosstrappe.
- Mehr als eine Brunhilde. In älteren Fassungen der Sage heißt die Heldin Emma, und ihr Pferd ist ein Zauberpferd, das nur auf geheime Sprüche hört.
Sagen-Quiz: Wie gut kennst du die Sagenwelt von Thale?
Zeit für deinen Raxlimut-Test! Die Auflösung steht direkt darunter, aber nicht schummeln, Thilo schaut zu.
- Wie heißt die Prinzessin, die über das Bodetal springt?
- Was hat ihr Pferd auf der Rosstrappe hinterlassen?
- Was verliert die Prinzessin beim Sprung?
- In welches Tier verwandelt sich Riese Bodo?
- Wohin fliegen die Hexen in der Walpurgisnacht?
- Welcher Göttervater schaut vom Giebel der Walpurgishalle herab?
Auflösung:
1. Brunhilde (in alten Fassungen auch Emma)
2. einen Hufabdruck im Fels
3. ihre goldene Krone
4. in einen großen schwarzen Hund
5. auf den Brocken, früher Blocksberg genannt
6. Wotan
Punkte zählen:
- 5 bis 6 richtig: Raxlifaxtastisch! Du bist bereit, Thilo beim Ritual zu helfen.
- 3 bis 4 richtig: Solide Sagen-Kenntnisse. Ein Besuch auf dem Hexentanzplatz bringt den Rest.
- 0 bis 2 richtig: Kein Problem, das sagenhafte Kuddelmuddel hat auch dich erwischt. Höchste Zeit für einen Ausflug!
Die Sage selbst erleben: das Raxlifaxe-Abenteuer mit Thilo
Mit der App „Die Raxlifaxe“ wird der Hexentanzplatz zur Bühne: Im Abenteuer „So ein Kuddelmuddel in der Sagenwelt von Thale“ hilfst du Torwächter Thilo, die Rosstrappensage zu retten. 6 Stationen, rund 60 Minuten, 0,7 Kilometer, für 3,99 € pro Smartphone.
Irgendetwas stimmt nicht mehr in der Sage. Riese Bodo hat einen fiesen Plan: Er will die Geschichte zu seinen Gunsten umschreiben, damit er die schöne Brunhilde doch noch für sich allein bekommt. Ein Fall für Raxlifax Thilo! Als Torwächter zur Sagenwelt kann er Bodo mit einem magischen Ritual stoppen. Dafür braucht er aber die magischen Zutaten der Hexen von Thale. Und deine Hilfe.
So läuft das Abenteuer
- Navigation: Per GPS, Bildrätsel, Fotospur und Entfernungsmeter führt Thilo dich zu sechs digitalen Stationen auf dem Bergplateau beim Hexentanzplatz.
- Kopfkino: In Videos triffst du die Hexen von Thale. Sie erzählen von heilenden Kräutern, mythischen Tieren, mächtigen Artefakten, sagenhaften Klängen und wahrsagenden Karten.
- Minigames: Gyrogame, Memory, Swipe, Tapgame und Soundspiel bringen dir die Zutaten für das Ritual.
- Thilos Glaskugel: Seilbahn-Hexe Gondolina berichtet live aus der Sage, denn die Zeit drängt.
- Augmented Reality: Zum großen Finale vollziehst du das Ritual selbst und hältst Bodo auf.
Die Hexen, die du triffst
Die Kräuter-Hexe, die Tier-Hexe, die Krieger-Hexe, die Theater-Hexe, die Wahrsager-Hexe und Seilbahn-Hexe Gondolina. Jede hütet eine Zutat. Also gut zuhören, sonst wird das nichts mit dem Ritual.
Die Stimme von Thilo
Thilo wird gesprochen von Bürger Lars Dietrich, bekannt als Musiker („Das Rap-Huhn“), als Schauspieler in „Alfons Zitterbacke“ und als Sprecher von „Tafiti“ und „Die Haferhorde“.
Deine Belohnung
- Ein raxlifaxtastisches Zertifikat und ein exklusiver Thilo-Sammel-Button
- Erinnerungs-Selfies mit Thilo per Set-Cam (im Umkreis von 3 km immer wieder nutzbar)
- Gutscheine im Wert von über 10 €: je nach Punktzahl eine Fahrt im Harzbob oder Punkte für die Spaßinsel, ein handgemachter Raxlifaxe-Lutscher in der Harzer Bonbonmanufaktur im Hexendorf und ermäßigter Eintritt in den Tierpark Hexentanzplatz
So startest du
- App „Die Raxlifaxe“ kostenlos im App Store oder bei Google Play laden und registrieren.
- Ticket-Code online kaufen (3,99 €, per E-Mail sofort da) oder direkt in der App freischalten.
- Abenteuer zu Hause laden, ab nach Thale, starten. Das Abenteuer lässt sich nur vor Ort starten und ist mehrfach spielbar.
Tipp: Das Ticket eignet sich auch als Geschenk-Gutschein, etwa für Familien, die einen Harzurlaub planen.
Ausflug nach Thale planen: Anreise, Tagesplan und Tipps
Thale ist gut mit Bahn und Auto erreichbar. Talstation, Bahnhof und Bodetal liegen nah beieinander, auf Hexentanzplatz und Rosstrappe geht es zu Fuß, per Kabinenbahn oder Sessellift.Anreise
| Mit der Bahn | bis Thale Hauptbahnhof (Verbindungen u. a. nach Halberstadt, Quedlinburg, Magdeburg), von dort wenige Gehminuten zur Talstation |
| Mit dem Bus | u. a. Linie 250 aus Wernigerode und Blankenburg; Linie 256 hält direkt auf dem Hexentanzplatz |
| Mit dem Auto | über A36, B27 oder B81, großer Parkplatz an der Talstation der Seilbahnen sowie Parkplätze auf dem Hexentanzplatz |
| Nach oben | Kabinenbahn zum Hexentanzplatz, Sessellift zur Rosstrappe oder zu Fuß in etwa 1 bis 1,5 Stunden |
| Spartipp | Mit der HarzCard sind u. a. Sessellift zur Rosstrappe, Tierpark und Walpurgishalle inklusive |
Ein sagenhafter Tag in Thale (Vorschlag für Familien)
- Vormittag: Vom Bahnhof ins Bodetal bis zum Bodekessel und zur Teufelsbrücke, die Bode in voller Lautstärke erleben.
- Mittag: Mit der Kabinenbahn zum Hexentanzplatz schweben, Stärkung im Hexendorf.
- Nachmittag: Das Raxlifaxe-Abenteuer mit Thilo spielen (ca. 60 Minuten), danach Gutscheine einlösen: Lutscher in der Bonbonmanufaktur, Tierpark oder Harzbob.
- Später Nachmittag: Walpurgishalle oder Blick vom Plateau hinüber zur Rosstrappe.
- Bonus-Tag: Mit dem Sessellift zur Rosstrappe und den Hufabdruck aus der Nähe sehen.
Gut kombinierbar
- Quedlinburg: Die UNESCO-Welterbestadt liegt nur rund 15 Autominuten entfernt.
- Wernigerode: Im Harz wartet außerdem Schloss Wernigerode, die Wintersteinschule aus „Die Schule der magischen Tiere“, mit einer kostenlosen App-Mission.
- Noch mehr Raxlifaxe: Weitere Abenteuer gibt es in Freyburg an der Unstrut mit Freya und in Bad Frankenhausen mit Franco.
Beste Reisezeit
Thale lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Besonders stimmungsvoll ist der Herbst, wenn Nebel im Bodetal hängt und rund um Halloween der Hexoween-Markt im Kurpark lockt. Zur Walpurgisnacht Ende April ist es auf dem Hexentanzplatz dagegen sehr voll; wer das Abenteuer in Ruhe spielen möchte, wählt lieber einen anderen Tag.
Häufige Fragen zur Sagenwelt von Thale
Was besagt die Sage von der Rosstrappe?
Prinzessin Brunhilde flieht vor dem Riesen Bodo und springt mit ihrem Pferd vom Hexentanzplatz über das Bodetal. Das Pferd landet auf der Rosstrappe und hinterlässt einen Hufabdruck im Fels. Brunhilde verliert ihre Krone, Bodo stürzt in die Tiefe und bewacht die Krone seitdem als schwarzer Hund.
Kann man den Hufabdruck auf der Rosstrappe sehen?
Ja. Der Abdruck liegt auf dem Felsen der Rosstrappe und ist frei zugänglich. Hinauf geht es zu Fuß oder mit dem Sessellift aus Thale.
Warum heißt der Hexentanzplatz so?
Dem Volksglauben nach versammelten sich hier in der Walpurgisnacht die Hexen, bevor sie zum Brocken flogen. Heute wird in der Nacht zum 1. Mai auf dem Hexentanzplatz groß gefeiert.
Wie hoch ist der Hexentanzplatz?
Das Plateau liegt auf rund 454 Metern, die gegenüberliegende Rosstrappe auf 403 Metern.
Wie kommt man auf den Hexentanzplatz?
Mit der Kabinenbahn ab der Talstation in Thale, mit dem Bus, mit dem Auto oder zu Fuß in etwa 1 bis 1,5 Stunden.
Was kann man auf dem Hexentanzplatz mit Kindern machen?
Das Raxlifaxe-Abenteuer mit Thilo spielen, den Tierpark besuchen, mit dem Harzbob rodeln, durchs Hexendorf bummeln und die Walpurgishalle entdecken.
Wie lang ist die Wanderung durchs Bodetal?
Von Thale bis Treseburg sind es rund 10 Kilometer. Für Familien reicht oft schon der Weg bis zum Bodekessel und zur Teufelsbrücke.
Woher hat die Bode ihren Namen?
Der Sage nach vom Riesen Bodo, der beim Sprung über das Tal in die Tiefe stürzte.
Kann man die Sagen von Thale als Erlebnis entdecken?
Ja. Mit der App „Die Raxlifaxe“ führt das Abenteuer „So ein Kuddelmuddel in der Sagenwelt von Thale“ an sechs Stationen über das Plateau am Hexentanzplatz, mit Videos, Minigames und AR-Finale. Dauer rund 60 Minuten, Preis 3,99 € pro Smartphone.
Quellen & weiterführende Informationen: bodetal.de, harzinfo.de, Projekt Gutenberg („Sagen vom Harz“), raxlifaxe.de. Letzte Aktualisierung: 20.10.2026.



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